Den einfachsten Überblick über den Herbsttrend 2010 bekommt man, indem die knallharten Do’s and Don’ts ganz einfach aufgelistet werden. Von manch einem mega Sommerhit muss man sich für den Herbst leider trennen, anderes aber bleibt. Ausweichen kann man diesem Fashion-Regelkatalog natürlich mit seinem ganz eigenen Stil – Inspirationen holen tut man sich aber meist an anderen. Außerdem werden einige von uns dem Gedanken unterliegen, zu glauben, sich sicher sein zu können, gewisse Trends der vergangenen Jahrzehnte auch bei den noch so intensiven Revivals niemals zu tragen – letztendlich finden sie sich dann doch darin wieder.
Der Herbsttrend 2010 – Eine Aussicht
Das Hippie-Revival mit Blümchen-Kleidchen und Rüschchen-Bluse verliert mit der schwindenden Sommersonne an Leuchtkraft. Blümchen sterben aber nicht so rasant aus – hier und da blitzen sie z.B. noch an Schaals auf. Dagegen geht es von weiten und flatterhaften Schnitten über zum superkurzen Mini. Statt sanftem Pastell, trägt man im kommenden Herbst, wenn bunt, dann Leuchtfarben – und setzt damit dem trüben Regenwetter entgegen. Ganz in diesem Sinne sollen auch weite und bauchige Babydolls in Zukunft der Vergangenheit angehören.
Der Herbsttrend 2010: Was trägt man an den Füßen?
Es ist verrückt: Wirft man in diesen Spätsommertagen einen Blick in die Metropolen Europas, so herrschen scheinbar ganz unterschiedliche Trends, die vom jeweiligen urbanen Selbstverständnis abhängen, vor allem, was das Schuhwerk angeht. In Amsterdam z.B. sind, ganz anders als hierzulande, keine Oldschool-Schnürschuhe oder feste, edle Lederstiefel angesagt, sondern nach wie vor Winterstiefel, die Größen von klobigen Moonboots einnehmen und feine Ankle Boots. Letztere bleiben weiterhin ein Fashion-Highlight, sehen sie doch zu Röhre und Rock beiderseits sehr vorteilhaft aus. Wer die Fähigkeit besitzt, auf schwindelerregend hohen Stilettos das Gleichgewicht zu halten, der mag diesen Trumpf im Herbst ausspielen – da soll der Gang in Höhen noch beliebter werden.
Der Herbsttrend 2010: Overknees – Die ganz besonders langen Stiefel
Neu kommen kniehohe bzw. Overknee-Stiefel, teilweise bestückt mit integrierten Keilabsätzen, die manchmal mit Leder überzogen sind und sich so gar nicht vom Rest des Schuhs abheben. Hat etwas Futuristisches! Ein vom eng anliegenden Schnitt eher abweichendes Schuh-Modell ist der Biker-Stiefel mit weit konzipierten Schäften. Fahren sie den Röhrenjeans-Trend also nicht ganz so überzeugt mit, können Sie in dem Fall auch auf eine etwas weitere gerade geschnittene Jeans zurückgreifen. Schnürschuhe mit Wanderschuh-Ösen bekommen Fashiontauglichkeit durch Absätze und werden damit zwar wanderuntauglich, dafür aber ein neues Mode-Element. Eine andere geschnürte Neuigkeit sind die zarten Halbschuhe für Frauen.
Beliebte Farben im Herbst 2010: Erdtöne
Das feine Pastell verlässt höflich die Bühne, eines aber bleibt: Alle Arten von Rotrosa-Tönen, seien es nun die fruchtig-zarten Brüder Apricot und Pfirsich, zartes Baby-Rosa oder Lachs, bis hin zum knalligen Pink und fliederhaftem Violett. Eine neue Farbe ist Taupe. Das ist jene Farbe, bei der es schwer fällt, sich für grau oder beige zu entscheiden, dazu kommt ein dunkler Stich, der mehr schon an ein fahles Braun erinnert. Insgesamt regieren in den nächsten Monaten erdige Farben die Fashion-Welt, vor allem die an den Füßen. Beige, Karamell und Braun wirken edel und geschäftig, schick und elegant.
Edle Materialien: Leder und Strick sind ein Herbsttrend 2010
Diesem Farbkonzert reihen sich Animal-Prints unter. Bei Leo, Zebra und Co. sollte man aber auf keine zu waghalsigen Kombis setzen. Zwar sind rote Lack-Pumps nicht angesagt, was Fashion-Unfälle verhindern mag, dennoch sollte man mit Raubtiermustern immer vorsichtig umgehen.
Die Materialien im kommenden Herbst sind hochwertig und natürlich. Leder und Strick reichen sich die Hand und verbreiten wollige Wärme. Sehr beliebt ist das feine Rauleder Nubuk. Die tierischen Vorlieben nehmen keinen Halt: Kunstpelzapplikationen auf beispielsweise Westen tragen zum schicken Stil bei. Bei Pelz sollte man – wie bei so vielem – auf die Kombi achten. Im Zusammenspiel mit viel Gold, Lack und Beigetönen kann es schnell nach einer seltsamen Mischung aus spießig und Mottenkugeln riechen.





